Staatspreis Wald – die acht Kategorien
Der Staatspreis Wald 2026 umfasst acht Kategorien, die die Vielfalt des österreichischen Waldsektors widerspiegeln.
1. Nachhaltige Waldbewirtschaftung
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe oder Projekte, die durch eine bewusst nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes dessen vielfältige Leistungen langfristig sichern. Dabei werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Besonders gewürdigt wird der Beitrag zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft sowie die Förderung konstruktiver Zusammenarbeit mit anderen Akteur:innen im ländlichen Raum.
2. Klimaangepasste Waldbewirtschaftung
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe oder Projekte, die durch gezielte Maßnahmen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel langfristig dessen Stabilität, Leistungsfähigkeit und Biodiversität sichern. Im Mittelpunkt stehen Strategien, die die genetische, strukturelle und standortgerechte Vielfalt fördern, Störungsresistenz erhöhen und den Wald insgesamt klimafitter machen.
Bewertet werden insbesondere der Einsatz von Monitoring- und Vorsorgemaßnahmen, die Förderung strukturreicher Bestände, Aktivitäten im Bereich Wissensvermittlung und Kommunikation sowie die Einbindung von Wissensmanagement und Bildung.
3. Schutzwaldmanagement
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe oder Projekte, die durch innovative und verantwortungsbewusste Maßnahmen zur Erhaltung, Stabilisierung und Verbesserung von Schutzwäldern – mit Fokus auf Objektschutzwäldern – beitragen. Ziel ist die Sicherung der vielfältigen Aufgaben des Schutzwaldes, insbesondere in Hinblick auf Risikovorsorge, Naturgefahrenmanagement und Anpassung an den Klimawandel und seiner Implikationen.
Bewertet werden die Originalität, Nachhaltigkeit und der Vorbildcharakter der Projekte, der Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse, der Beitrag zur Ökosystemleistung sowie die Partizipation relevanter Interessensgruppen, insbesondere Waldeigentümer:innen und Schutzbegünstigter.
4. Wald-Wild-Management
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe oder Projekte, die durch ein bewusstes, nachhaltiges und ökologisch ausgerichtetes jagdliches Management die vielfältigen Leistungen des Waldes langfristig sichern und dabei eine Balance zwischen Waldverjüngung, Biodiversität und Wildbeständen herstellen. Die Einreichungen werden hinsichtlich Originalität, Kreativität, Vorbildcharakter, Nachhaltigkeit, der Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Einbindung relevanter Interessensgruppen bewertet.
Besondere Bedeutung kommt Kooperationsstrukturen, der ökologischen Wirkung und der kommunikativen Vermittlung der Jagd als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Landnutzung zu.
5. Innovation
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe oder Projekte, die durch innovative und nachhaltige Ansätze (z. B. technologische, digitale, soziale oder kulturelle) neue Impulse für die Forst- und Holzwirtschaft setzen. Berücksichtigt werden sowohl anwendungsnahe als auch experimentelle Projekte mit besonderem Zukunftspotenzial und möglichst breiter Wirkung im Bereich Forstwirtschaft sowie stofflicher und energetischer Holznutzung.
6. Jugend
Ausgezeichnet werden Projekte, Arbeiten oder Ideen von jungen Menschen unter 20 Jahren, die sich kreativ, kritisch oder forschend mit den Themen Wald, Klima, Holz oder Nachhaltigkeit in Verbindung mit Wald/Holz/Bioökonomie auseinandersetzen. Eingereicht werden können z. B. Videos, Apps, Blogs, Abschlussarbeiten, künstlerische Beiträge oder Schulprojekte.
7. Öffentlichkeitsarbeit
Ausgezeichnet werden Personen, Projekte, Maßnahmen und kreative Formate, die durch originelle, zielgruppengerechte und reichweitenstarke Kommunikation das Image der nachhaltigen Forstwirtschaft bzw. Holzverwendung in Österreich stärken. Im Mittelpunkt stehen Beiträge, die zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung in der breiten Bevölkerung beitragen und eine faktenbasierte, differenzierte sowie positive Wahrnehmung des Waldes, der Forstwirtschaft und der Holzverwendung fördern.
Berücksichtigt werden insbesondere kreative Kampagnen, mediale und pädagogische Formate, interdisziplinäre Projekte sowie andere innovative Kommunikationsmaßnahmen, die die gesellschaftliche Relevanz der Forstwirtschaft hervorheben und sie als zukunftsorientierte, nachhaltige Branche sichtbar machen.
8. Bioenergie
Ausgezeichnet werden Personen, Betriebe, Institutionen oder Projekte, die forstliche Biomasse auf besonders nachhaltige, innovative, ressourcenschonende und klimafreundliche Weise auf den Markt bringen bzw. energetisch nutzen. Im Fokus stehen Lösungen der energetischen Holznutzung, die einen klaren Beitrag zu Klimaschutz, Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, regionaler Wertschöpfung sowie zum Forstschutz leisten. Angestrebt wird eine innovative Nutzung der Ressource Holz. Berücksichtigt werden sowohl technische Innovationen als auch integrative Konzepte, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte miteinander verbinden.
Weitere Informationen:
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Alle Infos zum Österreichischen Staatspreis Wald
Mit dem Österreichischen Staatspreis Wald zeichnet das Forstministerium herausragende Leistungen im Bereich der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, energetischen Holznutzung, Innovation und Bewusstseinsbildung aus.
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Österreichischer Staatspreis Wald 2026 – Einreichung
Der Österreichische Staatspreis Wald wird 2026 erstmals in acht Kategorien vergeben. Vom 1. Jänner bis 15. März 2026 können Initiativen und Projekte zu Waldbewirtschaftung, Holznutzung, Bewusstseinsbildung und weiteren Themen eingereicht werden.