Österreich auf dem Weg zur nachhaltigen und zirkulären Gesellschaft Kreislaufwirtschaftsstrategie
Um die Realisierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen, wurde der Aktionsplan „Circular Economy“ von der Europäischen Kommission im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Das Umweltministerium hat dazu mit dem Wirtschafts- und dem Sozialministerium eine Kreislaufwirtschaftsstrategie erarbeitet, die am 7. Dezember 2022 vom Ministerrat beschlossen wurde.
In einer kreislauforientierten Wirtschaft wird der Wert von Produkten, Stoffen und Ressourcen innerhalb der Wirtschaft so lange wie möglich erhalten und möglichst wenig Abfall und Umweltbelastungen erzeugt. In einer ressourceneffizienten und schadstoffarmen Produktion werden soweit wie möglich Sekundärrohstoffe oder nachwachsende Rohstoffe eingesetzt um den Ressourcenverbrauch innerhalb der planetarischen Verfügbarkeit zu halten. Eine zirkuläre Produktpolitik ermöglicht, dass die erzeugten Produkte so lange wie möglich genutzt, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert und der Verbrauch von Primärrohstoffen insgesamt verringert. Das Bundesministerium hat daher unter Einbindung zahlreicher Stakeholder eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (PDF, 3 MB) erarbeitet. Vision der Strategie ist die Umgestaltung der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft in eine klimaneutrale, nachhaltige Kreislaufwirtschaft bis 2050 (siehe auch: Infografiken zur österreichischen Kreislaufwirtschaft.) Weiter wurde von BMLUK und BMWET gemeinsam eine Task Force Circular Economy zur Beratung der Umsetzung der Strategie eingesetzt, die diesbezügliche Empfehlungen ausgearbeitet hat.
Zentrale Ziele der Strategie
Reduktion des Ressourcenverbrauches
- Inländischer Materialverbrauch (DMC): maximal 14 Tonnen pro Kopf/Jahr (2030)
- Material-Fußabdruck (MF): maximal 7 Tonnen pro Kopf/Jahr (2050)
Steigerung Ressourcenproduktivität um 50 Prozent (2030)
Steigerung Zirkularitätsrate auf 18 Prozent (2030)
Reduktion Konsum privater Haushalte um 10 Prozent (2030)
Monitoring
Die Strategie sieht ein systematisches Monitoring vor, um den Fortschritt bei der Transformation hin zu einer ressourcenschonenden, zirkulären Wirtschaft nachvollziehbar und steuerbar zu machen. Dazu gehören regelmäßige Fortschritts- und Ressourcennutzungsberichte, sowie eine periodische Evaluierung der Strategie. Diese ist erstmals für 2027 geplant.
- Der erste Fortschrittsbericht zur Umsetzung der Strategie wurde im Juli 2024 veröffentlicht: Fortschrittsbericht 2024
- Weiterführende Informationen: Weiterentwicklung eines Monitoring-Konzepts zur österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie
Förderungen in der Kreislaufwirtschaft
Auf Grundlage der Kreislaufwirtschaftsstrategie unterstützt der Bund gezielt Projekte, die den Wandel der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Zirkularität beschleunigen: