Breite Beteiligung als Grundlage für die GAP 28+
Die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Förderperiode 2028–2034 („GAP 28+“) wird derzeit auf europäischer Ebene verhandelt. Parallel dazu setzt das BMLUK auf einen umfassenden nationalen Beteiligungsprozess.
Die frühzeitige Einbindung der Stakeholder in die Überlegungen zur Ausgestaltung zukünftiger GAP-Maßnahmen ist insbesondere im Hinblick auf das Einholen von Erfahrungen, Anliegen und Ideen ein wesentliches Element des Erstellungsprozesses.
Den Auftakt dazu bildete ein GAP-Dialogforum im Jänner 2026 in Wien. Rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Interessenvertretungen, Wissenschaft, Verwaltung und weiteren Organisationen informierten sich über die Reformvorschläge der Europäischen Kommission und diskutierten deren mögliche Auswirkungen auf Österreich. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Sicherung einer ausreichenden Finanzierung, die künftige Ausgestaltung der Einkommensstützung, Umwelt- und Klimamaßnahmen sowie die Stärkung des ländlichen Raums. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine praxisnahe und gemeinsam entwickelte Umsetzung der künftigen GAP ist.
Um noch mehr Interessierten die Möglichkeit zur Information zu bieten, veranstaltete das BMLUK im März 2026 eine mehrteilige Webinar-Reihe. In mehreren Online-Vorträgen wurden die Vorschläge der Europäischen Kommission zu den Themen Mehrjähriger Finanzrahmen, Umwelt und Klima, Einkommensstützung sowie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.
Ein zentraler Baustein des Beteiligungsprozesses war eine öffentliche Online-Konsultation, die von Mitte April bis Anfang Mai 2026 stattfand. Bürgerinnen und Bürger, Landwirtinnen und Landwirte sowie Organisationen konnten ihre Perspektiven, Erfahrungen und konkreten Verbesserungsvorschläge zu den Themen Betriebsentwicklung und Einkommen, Umwelt und Klima sowie Stärkung vitaler ländlicher Räume einbringen. Das große Interesse spiegelte sich in mehr als 1.200 eingegangenen Rückmeldungen wider. Diese bilden eine wichtige Grundlage für die weitere nationale Ausarbeitung der GAP-Maßnahmen ab 2028.
Anfang Juni 2026 wurden die Ergebnisse der Konsultation in drei thematischen GAP-Workshops weiter vertieft. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Landwirtschaft, Interessensvertretungen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialpartnerschaft diskutierten gemeinsam über mögliche Schwerpunkte der zukünftigen GAP. Besonders hervorgehoben wurden die Bedeutung einer ausreichenden finanziellen Ausstattung, praxistauglicher Fördermaßnahmen mit Anreizwirkung, Bürokratieabbau, Generationenwechsel sowie einer starken Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure.
Tipp
Die Präsentationen der einzelnen Workshoptage sowie die Zusammenfassungen der zentralen Ergebnisse aus den Workshop-Diskussionen und aus der vorangehenden Online-Konsultation zu den drei großen Themenbereichen Einkommen und Betriebsentwicklung, Umwelt und Klima sowie Stärkung vitaler ländlicher Räume finden Sie auf der Website des BMLUK unter GAP 2028–2024.
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Der Beteiligungsprozess zeigt deutlich, wie groß das Interesse zur Mitgestaltung der Zukunft der österreichischen Land- und Forstwirtschaft ist. Die eingebrachten Anregungen fließen nun in die weiteren Arbeiten zur Ausgestaltung der GAP 2028–2034 ein. Das BMLUK wird den Dialog mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren auch weiterhin aktiv fortsetzen – mit dem gemeinsamen Ziel, die Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige, nachhaltige und zukunftsfitte Landwirtschaft in Österreich weiterzuentwickeln.