Workshops GAP 28-34

Sektionschef Johannes Fankhauser
Foto: BMLUK

Am 02., 03. und 09. Juni fanden in Wien Workshops zur GAP ab 2028 in Österreich statt. Das Interesse daran war groß: Insgesamt beteiligten sich rund 400 Personen aktiv an der Diskussion. 
 

Was sind die Rahmenbedingungen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 und wie soll die nationale Ausgestaltung zukünftig aussehen?

Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich drei Workshops Anfang Juni in Wien, die sich inhaltlich in die Themenbereiche „Einkommen und Betriebsentwicklung“, „Umwelt und Klima“ sowie „Stärkung vitaler ländlicher Räume“ gliederten.

Zahlreiche Interessensvertretungen, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschafts- und Sozialpartner sowie Praktikerinnen und Praktiker folgten der Einladung des BMLUK, um gemeinsam die Ausgestaltung zukünftiger GAP-Maßnahmen in Österreich zu diskutieren.

Hinweis

Die Präsentationen der einzelnen Workshoptage sind im Downloadbereich verfügbar.

Johannes Fankhauser, Leiter der Sektion „Landwirtschaft und ländliche Entwicklung“ im BMLUK gab zu Beginn der Workshops jeweils einleitend einen kurzen Überblick zur GAP im Zeitraum 2028 bis 2034 und den Vorschlägen der Europäischen Kommission. Diese sehen zukünftig die Umsetzung verschiedenste Politikbereiche über einen gemeinsamen „Nationalen und regionalen Partnerschaftsplan“ pro Mitgliedsstaat vor.

Sektionschef Fankhauser unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer ausreichenden Mittelverfügbarkeit für die GAP auch in Zukunft und hob dabei die nationale Kofinanzierung durch Bund und Länder als besonders wichtig hervor.

Im Rahmen der Workshops wurden unter anderem Erfolgsfaktoren besonders erfolgreicher Landwirt:innen und Betriebsstrategien junger Hofübernehmer:innen vorgestellt. Dabei zeigt sich, dass das Vertrauen in die Landwirtschaft und in die Verwaltung ebenso eine wichtige Rolle spielen wie das Schaffen von Freiräumen.

Im Zuge des ersten Workshoptages fand zudem der Auftakt zur Erarbeitung einer nationalen Generationenwechselstrategie auf Basis der „Strategie für den Generationswechsel in der Landwirtschaft“ der Europäischen Kommission statt.

Wesentliche Punkte, die in den Diskussionen zur zukünftigen GAP immer wieder vorgebracht wurden, betrafen beispielsweise die Bedeutung der Bildung in Form der Weiterbildung für die Landwirtinnen und Landwirte, aber auch in Form der Bewusstseinsbildung für Konsumentinnen und Konsumenten und den Markt.

Damit die GAP auch zukünftig eine breite Akzeptanz erfährt und sich auch in Zukunft Menschen dazu entscheiden, in der Landwirtschaft tätig zu sein, ist es essentiell, den Mehrwert und die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft entsprechend zu kommunizieren – und dies nicht nur in Richtung der Gesellschaft insgesamt, sondern auch in Richtung der Landwirtinnen und Landwirte selbst. Nicht zuletzt wurden auch eine ausreichende finanzielle Absicherung, praxistaugliche Fördermaßnahmen mit Anreizwirkung, die Förderung der Beteiligung und Zusammenarbeit von Landwirt:innen, Bürokratieabbau sowie Vereinfachung im Sinne der Fortführung wirksamer Maßnahmen als zentrale Elemente für das Gelingen einer zukünftigen GAP genannt.

Im Rahmen der GAP-Workshops wurde zudem auf die über 1.200 Rückmeldungen aus der öffentlichen Online-Konsultation zu den GAP-Vorschlägen der Europäischen Kommission Bezug genommen, die bis Anfang Mai lief und es Interessierten ermöglichte, Perspektiven, Erfahrungen und konkrete Verbesserungsvorschläge für die Neugestaltung der GAP in Österreich einzubringen.

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