20. Europäischer Waldpädagogik-Kongress: Im Wald vom Wald lernen

Kinderzeichnung mit Bäumen, Waldpädagogen und Kindern
Foto: BMLUK / Baschny

Vom 31. August bis 3. September 2026 fand am Waldcampus Traunkirchen der 20. Europäische Waldpädagogik-Kongress statt. 75 Teilnehmer:innen aus 17 Nationen besuchten im Rahmen der Veranstaltung Vorträge, Workshops und Exkursionen zum Thema Waldpädagogik, Forschung und Biodiversität.

Im Rahmen des europäischen Kongresses, der bereits zum zweiten Mal in Österreich stattfand, verwies das Bundesministerium auf die Wichtigkeit der Wald- und Umweltbildung für Kinder und Jugendliche sowie die Stärkung der Verbindung zum Wald. Elfriede Moser, Sektionschefin für Forstwirtschaft und Regionen, eröffnete die Veranstaltung im Sinne des Mottos der Waldbildung – „Im Wald vom Wald lernen“ – und würdigte die Arbeit des Vereins für Waldpädagogik.

Von 1990 bis heute: Österreichs Waldpädagogik

In der Traunsee-Region wurde die Waldpädagogik in Österreich im Jahre 1990, unterstützt durch das damalige Landwirtschaftsministerium, aus der Taufe gehoben. 1994 startete an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort der erste vierzigstündige Waldpädagogikkurs. Seit 2004 wird an den Österreichischen Forstlichen Ausbildungsstätten der Modulare Zertifikatslehrgang Waldpädagogik angeboten. Das Besondere an dieser Ausbildung ist, dass diese für alle Personen offen ist.

Die Forstsektion des Bundesministeriums war im Jahre 2006 gemeinsam mit Deutschland maßgeblich an der Gründung des Europanetzwerkes Waldpädagogik beteiligt. Seit 2008 ist dieses Netzwerk eine Unterarbeitsgruppe der Forstlichen Öffentlichkeitsarbeiter Europas (UNECE FAO Forest Communicators Network - Sub Group Forest Pedagogics). So wird das Fachwissen an Interessierte in ganz Europa weitergegeben.

Welche Maßnahmen setzt das Bundesministerium zur Unterstützung waldbezogener Bildung?

48 Prozent der Fläche Österreichs ist von Wald bedeckt, davon sind 80 Prozent Privatwälder. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche private Initiativen von Waldbesitzer:innen im Bereich der forstlichen Bildung in den Regionen.

Derzeit gibt es in Österreich rund 800 aktive zertifizierte Waldpädagog:innen, die Schulklassen zu verschiedenen Jahreszeiten mit dem Wald vertraut machen.

Das BMLUK unterstützt die Waldpädagogik in Österreich mit rund einer Million Euro pro Jahr. Damit können jährlich bis zu 6.000 waldpädagogische Ausgänge gefördert werden. Ziel ist es, dass jedes Schulkind einmal während seiner Schulzeit die Möglichkeit bekommt, den Wald nicht nur aus dem Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort zu erleben. Damit wird bewusst in das Waldwissen und Naturverständnis der nächsten Generation investiert und so das Bewusstsein für die zentrale Bedeutung der Wälder für unsere Gesellschaft gestärkt.

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