Studie: Wertschöpfungskette Wald und Holz sichert Arbeitsplätze

Waldimpressionen
Foto: BMLUK / Max Slovencik

Die weitreichende Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für die österreichische Wirtschaft zeigt eine aktuelle Studie.

Österreich ist ein Wald- und Holzland mit Tradition. Das bestätigt die Studie „Die volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Österreich“ der Econmove GmbH, die das wirtschaftliche Potenzial klar hervorhebt.

Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft wird, inklusive vor- und nachgelagerter Branchen, eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von rund 10 Prozent an der Wirtschaftsleistung des Landes: Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt folglich unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz. 444.000 Arbeitsplätze – jeder elfte – sind auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.

Holz als Schlüsselmaterial

Anna Kleissner, Autorin der Studie und geschäftsführende Gesellschafterin der Econmove GmbH, betont das Potenzial der Wertschöpfungskette und des nachwachsenden Rohstoffs Holz: „Wenn die Weichen richtig gestellt werden, wird Holz künftig noch stärker zu Wirtschaftswachstum und Klimaschutz beitragen. Als Werkstoff für ressourcenschonende Konstruktionen, Leichtbauanwendungen und innovative Kreislaufwirtschaftskonzepte kann Holz zu einem der Schlüsselmaterialien der nachhaltigen Industrie von morgen werden.“

Verarbeitetes Holz

Ganzheitlicher Blick

Das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk Holz, das vom Rohstoff bis hin zu weiterverarbeiteten, höherwertigen Zwischen- und Endprodukten reicht und eine Vielzahl von Dienstleistungen umfasst, ist komplex und weit verzweigt. Somit ist der wirtschaftliche Beitrag der Holzwirtschaft aus den Zahlen der amtlichen Statistik nicht unmittelbar ableitbar.

In der vorliegenden Studie wird die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft daher mittels eines sogenannten Satellitenkontos berechnet, wie es auch für andere Querschnittsmaterien (zum Beispiel Tourismus oder Sport) erstellt wird.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • In der Forst- und Holzwirtschaft wurden im Jahr 2023 Umsätze in Höhe von 122 Mrd. Euro generiert.
  • Die Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft erwirtschaften eine direkte Bruttowertschöpfung von bis zu 26,5 Mrd. Euro und stehen damit für einen Anteil von 6,23 Prozent der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung.
  • Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft, das auch die vor- und nachgelagerten Sektoren umfasst, wird eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Anteil von 10,15 Prozent. Anders ausgedrückt: Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz.
  • In der Forst- und Holzwirtschaft werden rund 245.000 Arbeitsplätze geschaffen.
  • Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden insgesamt fast 444.000 Arbeitsplätze gesichert.
  • Jeder elfte Arbeitsplatz ist auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.
  • Die Branche leistet auch einen wichtigen Beitrag zu den Staatseinnahmen: 29,2 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben werden unmittelbar und mittelbar generiert. Dies entspricht einem Anteil von 12 Prozent der Staatseinnahmen (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger).
Händische Holzverarbeitung

Holz und Klimaschutz

Der Wald sowie der nachhaltige Rohstoff Holz sind zentrale Verbündete beim Klimaschutz. Bäume entziehen der Atmosphäre durch ihr Wachstum CO2 und wirken somit als natürliche Kohlenstoffsenken. Der gebundene Kohlenstoff bleibt auch bei der Nutzung des Holzes, zum Beispiel als Bauholz, dauerhaft darin gespeichert.

Um diese Leistung des Waldes langfristig zu sichern, müssen wir unsere Wälder bestmöglich für die Zukunft umbauen. Wichtig sind eine standortangepasste Baumartenzusammensetzung und eine durchmischte Altersstruktur. Nur eine aktive Bewirtschaftung schafft Wertschöpfung und stellt sicher, dass unsere Wälder ihre wichtigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen.

Download der Studie