UFG Projekt September 2026 Flächenrecycling: Industriebrache in Mödling wird zum nachhaltigen Multi-Purpose-Areal
Durch die Auflassung eines industriellen Produktionsstandortes in der Fabriksgasse 1-3 in Mödling konnte eine Fläche von ca. 18.000 m² einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Auf Basis eines umfassenden Entwicklungskonzepts der Berndorf Immobilien AG wurde nunmehr ein wichtiger Impuls für nachhaltige Stadtentwicklung und Flächenschonung gesetzt. Es entstand ein vielseitig nutzbares Areal, das wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte miteinander verbindet und einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums leistet.
Entwicklungskonzept für eine nachhaltige Nachnutzung
Für das Areal wurden zunächst Entwicklungsziele im öffentlichen Interesse definiert. Darauf aufbauend entstanden drei Szenarien für die zukünftige Nutzung, die anhand ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien bewertet wurden. Empfohlen wurde eine Variante, die den Erhalt und die Sanierung aller Bestandsgebäude vorsieht und das Areal als vielseitig nutzbares „Multi-Purpose-Areal“ positioniert.
Industriebrache wird neuer Lebens- und Arbeitsraum
Bestehende Industriehallen werden schrittweise in Werkstätten, Denk-Labore, Shared Workspaces, Sportflächen, Eventlocations und Pop-up-Shops umgewandelt. Erste Bereiche des Areals konnten bereits Ende Juli 2026 im Rahmen einer öffentlichen Eröffnungsfeier vorgestellt werden.
Weniger Flächenverbrauch und mehr Klimaschutz
Die Nachnutzung von Industriebrachen trägt wesentlich dazu bei, Bodenversiegelung zu vermeiden und den Verbrauch neuer Flächen zu reduzieren. Gleichzeitig können durch die Weiternutzung bestehender Gebäude wertvolle Ressourcen eingespart und Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Bei der Entwicklung des Areals wird zudem besonderer Wert auf den Erhalt bestehender Baum- und Pflanzenbestände gelegt, wodurch Biodiversität geschützt und lokale Hitzeinseln reduziert werden. Damit unterstützt das Projekt zentrale Ziele der Förderschiene Flächenrecycling.
Förderungsmittel unterstützen die Entwicklung
Die Kosten für die Erstellung des Entwicklungskonzeptes belaufen sich auf rund 118.000 Euro. Im Rahmen der Förderschiene Flächenrecycling wurden 60.000 Euro an Förderungsmitteln bereitgestellt. Die Förderungsabwicklung erfolgt durch die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).