Nationaler Hub der EU Energy Efficiency Financing Coalition
Die Energy Efficiency Financing Coalition (EEEFC) ist eine auf der Energieeffizienzrichtlinie (EED III) basierende Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel, günstige Rahmenbedingungen für Energieeffizienzinvestitionen zu schaffen und die zur Erreichung ambitionierter Emissionsreduktionsziele erforderlichen privaten Finanzmittel zu mobilisieren.
In allen EU-Mitgliedsländern werden derzeit nationale Stakeholder-Netzwerke aufgebaut, die als Kooperationsformate zur Erarbeitung von Finanzierungslösungen dienen sollen. Neben dem General Assembly auf EU Ebene zur strategische Steuerung und europäischen Fachexpert:innen aus Finanzmarkt und Industrie zur Erarbeitung replizierbarer Finanzierungslösungen in EU-Arbeitsgruppen, bilden die nationalen Hubs die dritte Ebene der EEEFC.
Der österreichische Hub wird unter Führung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) aufgebaut. Mittels öffentlichem Call for Interest wurden 26 Teilnehmer:innen aus über 70 Bewerbungen ausgewählt; ergänzend wurden relevante öffentliche Institutionen zur Mitwirkung eingeladen. Bei der Auswahl wurde neben Expertise und zeitlicher Verfügbarkeit auf eine ausgewogene Zusammensetzung mit Vertreter aus Finanzindustrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geachtet. Neben ein- bis zweimal jährlich stattfindenden Treffen des Hubs werden zwei thematische Arbeitsgruppen zu den Themenschwerpunkten der Energieeffizienz-Finanzierung im Gebäudesektor sowie im KMU-Sektor aufgesetzt. Die Arbeitsgruppen werden durch die von der Europäischen Kommission bereitgestellten National Experts RENOWAVE.AT eG für den Gebäudesektor und e7 GmbH für den KMU-Sektor geleitet.
Beitrag zur Umsetzung der österreichischen Green Finance Agenda
Die Mobilisierung privater Investitionen ist insbesondere zur Erhöhung der Sanierungsquote notwendig, die zur Reduktion des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen beiträgt. Der nationale Hub leistet auch einen Beitrag zur Umsetzung der österreichischen Green Finance Agenda, die Maßnahmen und Handlungsfelder für die Skalierung nachhaltiger Finanzinstrumente und die Mobilisierung klimafreundlicher Investitionen definiert. Der Hub übernimmt eine wichtige Brückenfunktion zwischen nationalen Stakeholder:innen aus dem Finanzsektor, Realwirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartner und Zivilgesellschaft und ermöglicht durch seine Einbettung in die europäische Kooperation den Austausch von Wissen und Erfahrungen über Österreich hinaus.
Liste der per Call for Interest ausgewählten Mitglieder
Arbeiterkammer Wien (AK Wien); Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws), DECA – Dienstleister Energieeffizienz und Contracting Austria; Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu); Energie Agentur Steiermark; Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie (FBI); Hypo Oberösterreich; Klima- und Energiefonds (KLIEN); Klima- und Innovationsagentur Wien (UIV); KMU Forschung Austria; Kommunalkredit Public Consulting (KPC); Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency; Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT); Österreichische Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft (OeHT); Österreichischer Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB); Österreichischer Sparkassenverband; Prognos Europe; Raiffeisen Bank International AG (RBI); realitylab; STRABAG; UniCredit Bank Austria; Verband österreichischer Banken und Bankiers (Bankenverband); WKÖ Bundessparte Banken und Versicherungen; WKÖ Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker; WWF Österreich; wohnfonds_wien – Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung.
Kontakt
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Postfach der Abteilung VI/3 – Grüne Finanzen und Umweltökonomie im BMLUK: EEEFC@bmluk.gv.at